Datensicherung
Datensicherung, aus der man wirklich wiederherstellt: verschlüsselte Schnappschüsse nach der 3-2-1-Regel, Cloud, Wiederherstellungsprüfung. Schlüssel und Zugänge bleiben bei Ihnen.
Was ist im Leistungsumfang enthalten
Wir richten eine automatische Datensicherung so ein, dass der Verlust eines Servers, ein Hack oder ein versehentliches Löschen nicht zum Verlust des Geschäfts werden. Zum Leistungsumfang gehören eine Strategie nach der 3-2-1-Regel, automatische verschlüsselte Datenschnappschüsse nach Zeitplan, das Auslagern der Kopien in einen Cloud-Speicher, eine Aufbewahrungsrichtlinie für Versionen und – zwingend – die Prüfung der Wiederherstellung, nicht nur des Erstellens von Kopien. Wir klären, welche Daten genau kritisch sind: Datenbank, Nutzerdateien, Serverkonfiguration – und nehmen in die Kopien alles auf, was für einen vollständigen Wiederaufbau von null nötig ist. Die Verschlüsselung wird so eingerichtet, dass selbst der Betreiber des Speichers den Inhalt ohne Ihren Schlüssel nicht lesen kann. Am Ende erhalten Sie kein Versprechen „Backups werden gemacht“, sondern ein geprüftes Verfahren, mit dem der Dienst in Minuten wieder hochkommt.
Wie das im Kern funktioniert
Die Datensicherung beruht auf inkrementellen Schnappschüssen: Nach der ersten Vollkopie speichert das System nur die veränderten Blöcke, weshalb die täglichen Backups wenig Platz belegen und schnell erstellt sind. Deduplizierung entfernt sich wiederholende Datenstücke zwischen den Schnappschüssen, und die Verschlüsselung erfolgt auf Ihrer Seite vor dem Versand in die Cloud, sodass nach außen bereits ein unlesbarer Bytesatz geht. Jeder Schnappschuss wird versioniert, und wiederherstellen lässt sich auf jeden gespeicherten Punkt, nicht nur auf den letzten. Die 3-2-1-Regel gibt das Aufbewahrungsschema vor: drei Datenkopien, auf zwei verschiedenen Medien, eine davon außer Haus, damit ein Brand oder ein Hosting-Ausfall nicht alles auf einmal vernichtet. Der entscheidende Schritt ist das regelmäßige Test-Entpacken einer Kopie, denn ein Backup, aus dem noch nie wiederhergestellt wurde, kann man nicht als Backup bezeichnen.
Woher die Backup-Kultur kommt
Wichtig ist, zwei verschiedene Mechanismen zu unterscheiden. Die Ausfallsicherheit von Festplatten beschrieb ein Team der University of California in Berkeley – David Patterson, Garth Gibson und Randy Katz – im Juni 1988 in einem Aufsatz über RAID; RAID schützt vor dem Defekt einer Festplatte, ist aber keine Datensicherung und rettet weder vor Löschung noch vor Ransomware. Zum eigentlichen Kopierwerkzeug wurde über Jahrzehnte rsync: Andrew Tridgell und Paul Mackerras stellten seinen Algorithmus und das Werkzeug am 19. Juni 1996 vor und machten erstmals die Übertragung nur der veränderten Dateiteile zur breiten Praxis. Die Zuverlässigkeitsformel selbst – die 3-2-1-Regel – formulierte der Fotograf Peter Krogh in einem Buch über digitale Speicherung, indem er die Erfahrung im Schutz unersetzlicher Archive verallgemeinerte. Aus diesen drei Ideen – Redundanz, inkrementelle Übertragung und verteilte Aufbewahrung – wuchs die moderne Backup-Kultur, auf die wir uns stützen.
Warum die Präzision der Konfiguration entscheidend ist
Die Datensicherung ist der Bereich, in dem ein Fehler im denkbar ungünstigsten Moment auffällt: wenn die Daten bereits verloren sind und die Kopie sich als unvollständig oder beschädigt erweist. Die klassische Falle: Backups werden jahrelang erstellt, aber die Wiederherstellung wurde nie geprüft, und im Störfall stellt sich heraus, dass in der Kopie die Datenbank fehlt oder der Verschlüsselungsschlüssel verloren ist. Deshalb liegt der ingenieurmäßige Wert der Leistung nicht darin, „ein Backup einzuschalten“, sondern in einem prüfbaren Verfahren: was genau kopiert wird, wie oft, wohin, wie viele Versionen aufbewahrt werden und wie schnell alles wieder hochkommt. Ein gesonderter Schutz sind unveränderliche Kopien, die Ransomware nicht überschreiben kann, selbst wenn sie Zugriff auf den Server erlangt. Wir richten den gesamten Zyklus ein, dokumentieren ihn und prüfen die Wiederherstellung in der Praxis, statt darauf zu vertrauen, dass sie funktioniert.
Auf welchem Stack wir arbeiten
Das zentrale Werkzeug ist restic: ein Datensicherungssystem mit inkrementellen Schnappschüssen, Deduplizierung und durchgängiger Verschlüsselung, das Kopien über das S3-Protokoll in Cloud-Speicher ablegen kann. Für einen Teil der Aufgaben setzen wir borg ein – einen deduplizierenden Archivierer mit ähnlichem Modell –, und für die einfache Dateisynchronisierung nutzen wir das bewährte rsync. Die Kopien lagern wir in einen S3-kompatiblen Objektspeicher aus (etwa eine Cloud mit Bezahlung nach Volumen und ohne Gebühr für ausgehenden Traffic), mit gesonderten Zugriffsschlüsseln je Aufgabe. Die Verschlüsselung wird clientseitig eingerichtet, sodass der Inhalt der Kopien selbst dem Speicheranbieter nicht zugänglich ist. Der Stack ist offen und portabel: Das Wiederherstellungsverfahren hängt nicht von einem bestimmten Anbieter ab und bleibt samt Schlüsseln bei Ihnen.
Wann die Schlüsselwerkzeuge entstanden
Die Backup-Werkzeuge sind über mehr als ein Jahrzehnt gewachsen. Die Idee der Festplatten-Redundanz RAID wurde im Juni 1988 in einem Aufsatz der Universität Berkeley dargelegt. Das Werkzeug rsync, das lange zum Standard der inkrementellen Übertragung wurde, erschien am 19. Juni 1996. Moderne deduplizierende Systeme sind jünger: restic, unser zentrales Werkzeug, wurde von seinem Autor Alexander Neumann 2015 als Version 0.1.0 veröffentlicht, und borg spaltete sich im selben Jahr 2015 vom Projekt Attic ab. Diese Daten zeigen, dass zuverlässiges verschlüsseltes Kopieren mit Deduplizierung eine reife, aber relativ junge ingenieurtechnische Praxis ist, die man auf die jeweilige Infrastruktur zuschneiden können muss. Wir arbeiten auf aktuellen Versionen und kennen die Grenzen jedes Werkzeugs, statt uns auf einen universellen Knopf zu verlassen.
Warum Sie das uns anvertrauen können
Die Gesamterfahrung unseres Teams in der IT übersteigt 45 Jahre, und die Datensicherung führen wir aus eigener Praxis: Unsere produktiven Daten gehen als verschlüsselte inkrementelle restic-Schnappschüsse in einen Cloud-Speicher, und das Wiederherstellungsverfahren ist bei uns eingespielt. Wir gehen die Aufgabe als Ingenieure an: Wir bestimmen die kritischen Daten, bauen ein 3-2-1-Schema, richten Verschlüsselung und Retention ein und fahren zwingend eine Test-Wiederherstellung durch, bevor wir ein Backup für einsatzbereit erklären. Verschlüsselungsschlüssel und Zugänge bleiben bei Ihnen – wir halten Ihre Daten nicht als Geiseln unter unserem Konto. Wir warnen ehrlich, wo Sparsamkeit bei Kopien ein reales Risiko schafft und wo Redundanz überflüssig ist. Im Ergebnis erhalten Sie keine Zeile „Backup eingeschaltet“, sondern die geprüfte Möglichkeit, den Dienst nach einer Störung, einem Hack oder einem Fehler in Minuten wieder hochzufahren.
Was enthalten ist
So arbeiten wir
Die geprüfte Möglichkeit, den Dienst nach Störung, Hack oder Löschung in Minuten wieder hochzufahren. Kein „Backup eingeschaltet“, sondern ein funktionierendes Verfahren.
Fragen und Antworten
Prüfen Sie, dass das Backup funktioniert?+
Ja – die Test-Wiederherstellung ist fester Bestandteil der Leistung, nicht nur das Erstellen der Kopien.
Wer verwahrt die Verschlüsselungsschlüssel?+
Nur Sie. Der Inhalt der Kopien ist selbst dem Speicheranbieter nicht zugänglich.
Gibt es Schutz vor Ransomware?+
Wir richten unveränderliche Kopien und Aufbewahrung außer Haus ein, damit ein Virus die Backups nicht überschreibt.